Die 20 besten Biopics in den letzten fünf Jahrzehnten und warum wir nicht genug davon bekommen können

Jedes Leben erzählt eine Geschichte – und jedes Biopic erzählt die Geschichte eines Lebens. Biopics, oder auch Filmbiografien, richten sich auf Persönlichkeiten, die die Geschichte geprägt haben, auf monumentale Augenblicke in unserer Vergangenheit oder auf Hollywood-Stars, die zum Thema unserer täglichen Gespräche geworden sind. Um Biopics zu finden, musst du nicht lange suchen. Wahrscheinlich kennst du schon welche, denn zu den Beispielen zählen Bob Marley: One Love, Oppenheimer, Shirley, House of Gucci, Elvis und Scoop – Ein royales Interview… und die Liste geht weiter. 

Es sieht auch nicht so aus, als würde die Biopics-Blase in nächster Zeit platzen. Im Jahr 2023 wurden 17 Filmbiografien veröffentlicht, und für die nächsten Jahre sind bereits 15 weitere Titel bestätigt. 

Was macht Biopics zu einem solchen Hit? Gibt es welche, die besser sind als andere? Wir haben die Welt der Filmbiografien, die Filmtrends und die wichtigsten Veröffentlichungen der letzten fünf Jahrzehnte untersucht, um dir unsere Liste der 20 besten Biopics zu präsentieren. Bei einigen wirst du dir vielleicht denken, dass sie in dieser Liste auftauchen, aber wir wetten, dass auch einige dabei sind, die du noch nicht gesehen hast  – und andere, von denen du noch nie gehört hast.

Was sind Biopics? Das Genre, das Hollywood dominiert

Biopics sind Filme, die auf dem Leben prominenter Menschen oder auf Zeitpunkten basieren. Der Begriff selbst ist ein Schachtelwort aus „Biografie” und dem englischen Wort für Film, „picture”. Während Dokumentarfilme reales Material und tatsächliche Ereignisse zeigen, sind Biopics die Umsetzung wahrer Geschichten mit dem Touch von Hollywood. Sie dramatisieren das Leben von bekannten Menschen, zum Beispiel von Politikern, Angehörigen königlichen Familien, Musikern oder anderen Berühmtheiten. Und auch wenn sie auf Fakten beruhen, sollen diese Filmbiografien unterhaltsam und fesselnd sein. Daher nehmen sie sich die Freiheit, Ereignisse anders darzustellen oder Szenen einzubauen, die nicht wirklich passiert sind, um einen dramatischen Effekt zu erzielen.

Biopics können auch auf lebensverändernden oder historischen Ereignissen basieren, zum Beispiel auf Kriegen, Naturkatastrophen oder ungelösten Verbrechen. So haben im Laufe der Jahre beispielsweise viele Filmbiografien die Geschichten des Ersten und Zweiten Weltkriegs erzählt, aus jeweils verschiedenen Perspektiven. 

Wenn jemand von einer geheimnisvollen Aura umgeben oder für bestimmte Interessen und Aktivitäten bekannt war, könnte dies einen Produzenten dazu inspirieren, einen Film über sein Leben zu drehen – gerade dann, wenn diese Person nicht mehr unter uns weilt. Es ist eine Möglichkeit, uns als Zuschauern einen dramatisierten Einblick in die Geheimnisse des Lebens eines Menschen zu geben. 

Nehmen wir zum Beispiel Bohemian Rhapsody, den Film, der Freddie Mercurys großen Ruhm als Mitglied der Band Queen und alles, was damit zusammenhing, schildert – Gutes wie Schlechtes. Das Biopic über die britische Singer-Songwriterin Amy Winehouse, Back to Black, kam dieses Jahr in die Kinos; es erzählt die Geschichte der beliebten britischen Soulsängerin, die während ihres Aufstiegs zum Ruhm bekanntermaßen mit Drogensucht und einer turbulenten Beziehung zu kämpfen hatte. Bei diesen Biopics handelt es sich nicht um Dokumentarfilme. Sie sind auch nicht als eine absolute Darstellung dessen gedacht, was und wie ein Mensch hinter verschlossenen Türen wirklich war. Aber ihre sorgfältig recherchierten und geschriebenen Drehbücher – die auf Interviews und gut dokumentierten Ereignissen beruhen – geben uns einen verlockenden Einblick in das „echte“ Leben dieser Menschen.

Der rasante Aufstieg der Biopics 

Horrorfilme, Thriller, Komödien, romantische Komödien und jetzt auch noch Biopics? Die Liste der Filmgenres scheint schier endlos zu sein. Doch Biopics sind nicht neu: Filme, die auf Biografien basieren, haben zwar in den letzten Jahren stark Fuß gefasst, aber es gibt sie schon lange – genau genommen seit den Anfängen des Kinos. Das früheste Biopic stammt aus den frühen 1900er Jahren, als sich Die Geschichte der Kelly Bande auf Ned Kelly konzentrierte, einen australischen Bushranger, Bandenführer und verurteilten Mörder, der in den 1800er Jahren hingerichtet wurde. 

In den Anfängen des Kinos konzentrierten sich Biopics überwiegend auf historische und Führungspersönlichkeiten, darunter Präsidenten und Könige. Viele Filme wurden über das Leben von Abraham Lincoln, John F. Kennedy, Franklin D. Roosevelt, Heinrich VII., Königin Victoria und Winston Churchill gedreht. Selbst die berühmte Krankenschwester Florence Nightingale stand zwischen 1915 und 1951 im Mittelpunkt von drei verschiedenen Biopics. Jedes Jahr wurden immer mehr Filmbiografien produziert, da die Geschichten früherer Biopics in moderneren Filmen nacherzählt wurden. 

Nach dem Goldenen Zeitalter und der New-Hollywood-Ära (1930–1960) wurde das Kino immer mehr zum Mainstream. Die Regisseure wurden immer berühmter, und die großen Studios produzierten jedes Jahr Hunderte von Filmen. Mit der Entwicklung des Kinos entwickelte sich auch die Biopic-Industrie. Doch erst in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren kam es zu einer wirklichen Veränderung im Genre der Biopics. 

In den 1990er Jahren gingen Biopics weg von Staatsoberhäuptern und Politikern und konzentrierten sich auf Musiker, Sportler und andere berühmte Gesichter. In dieser Zeit entstanden Filme über das Leben von Babe Ruth, The Jacksons, The Temptations, Frank Sinatra, Marilyn Monroe, Johnny Cash und vielen anderen. Das Genre der Biopics erwies sich als dynamisch und wurde schnell diversifiziert, um mehr Themen und Menschen zu präsentieren. Ab 1990 produzierte die Branche jedes Jahr über 25 Biopics, darunter auch solche über verurteilte Verbrecher und ungelöste Verbrechen.

Seitdem ist die Zahl der Neuveröffentlichungen enorm gestiegen und erreichte in manchen Jahren mehr als 70 Titel. Präsidenten, Musiker und berühmte Sportler haben die Biopic-Szene in den letzten zwei Jahrzehnten weiterhin dominiert, da die Filmstudios nach neuen Geschichten für die große Leinwand suchen. 

In vielen dieser Filme spielen bekannte Hollywood-Schauspieler mit, von Jim Carrey und Margot Robbie bis hin zu Leonardo DiCaprio und Tom Hanks. Die großen Kassenschlager werden jedes Jahr mit mehreren Oscars ausgezeichnet, wobei einige Titel wie Oppenheimer neben den 900 Millionen Dollar Einspielergebnis erstaunliche 13 Oscar-Nominierungen und sieben Preise erhielten. 

Es ist klar, dass Biopics auf dem Vormarsch sind. Hast du jemals darüber nachgedacht, warum sie so beliebt sind? Was hat es mit Biopics auf sich, dass sie uns so sehr fesseln, dass wir sie uns einfach anschauen müssen

Wir können nicht genug von Biopics bekommen – und das ist der Grund

Es gibt einen wesentlichen Grund, warum wir Filmbiografien lieben: Wir sind neugierig. Auch wenn wir wissen, dass die Geschichten nicht gänzlich real sind, gewähren uns Biopics einen Blick hinter die Kulissen im Leben unserer Lieblingsstars und enthüllen Antworten auf Fragen, die uns schon seit Jahren beschäftigen. Ob es darum geht, herauszufinden, was in ihrer schlagzeilenträchtigen Beziehung wirklich geschah, wie ihre Kindheit aussah oder wie sie zu Ruhm gelangten – wir bekommen die Chance, ihr Leben zu entschlüsseln und die Dinge aus einer „Innenperspektive” zu sehen. Das weckt unsere Empathie, denn wir erleben die Höhen und Tiefen ihres Lebens mit, als wären wir wirklich dabei gewesen.

In der Regel erzählen Biopics die Geschichte von jemandem, der ein besonders interessantes Leben geführt hat, vor allem, wenn er aufgrund von Skandalen, persönlichen Schwierigkeiten oder dem Kampf mit der Berühmtheit im Mittelpunkt des Medieninteresses stand. Sie ermöglichen uns auch eine Zeitreise in die Vergangenheit zu einem wichtigen Augenblick in der Geschichte und lassen uns weltverändernde Ereignisse noch einmal erleben. Das ist vielleicht der wichtigste Grund für den Erfolg von Filmbiografien: Sie stillen unser Bedürfnis, mehr über jemanden oder etwas zu erfahren, über das wir unbedingt mehr wissen wollen. Biopics schaffen auch ein Gefühl von Nostalgie und Vorhersehbarkeit – wir wissen, was passieren wird, aber wir müssen es uns trotzdem anschauen. 

In Filmbiografien kommt der Mensch, dessen Geschichte erzählt wird, nur selten vor, aber manche enthalten Aufnahmen aus dem wirklichen Leben des Menschen, wodurch die Filme noch realer wirken. Bohemian Rhapsody zeigte zum Beispiel Ausschnitte vom Live-Aid-Debüt 1985, bevor der Schauspieler Rami Malek als Freddie Mercury auf die Bühne trat. In diesen Filmen spielen oft Hauptdarsteller mit, sodass wir unsere beliebtesten Hollywood-Stars in einem neuen Licht sehen können. Nehmen wir zum Beispiel Liam Neeson als Oskar Schindler, Cillian Murphy als J. Robert Oppenheimer oder Denzel Washington als Malcom X. Einige der größten Namen der Filmindustrie spielen die Hauptrollen in den erfolgreichsten Biopics. Selbst wenn uns die Handlung oder das Thema also nicht sonderlich interessiert, trifft das vielleicht durchaus auf die Person, die die Hauptrolle spielt, zu.

Der Erfolg eines Biopics hängt auch vom Regisseur ab. Obwohl sie auf wahren Begebenheiten beruhen, sind Filmbiografien dramatisierte Sachgeschichten, sodass manche Szenen ausschließlich zu unserer Unterhaltung geschaffen wurden, während andere verherrlicht werden, um die Geschichte fesselnder zu erzählen. Die besten Biopics behalten in ihrem Kern die wahre, emotionale Geschichte und weichen nicht zu weit von der Realität ab. Dieses Element der Vermischung von Fakten und Fiktion ermöglicht es den Regisseuren, beim Storytelling mehr Kreativität zu entwickeln und uns von Anfang bis Ende zu fesseln.

Die 20 besten Biopics-Kassenschlager in den letzten fünf Jahrzehnten

Biopics gibt es seit den Anfängen des Filmemachens, aber nicht alle haben den gleichen Erfolg genossen. Während einige Filmbiografien jahrelang Millionen von Zuschauern anlocken, bleiben andere völlig auf der Strecke. Es gibt viele außergewöhnliche Titel, die du für deinen nächsten Filmabend auswählen kannst. Wir stellen dir hier unsere 20 Favoriten vor. 

Wir haben uns entschieden, mit den 1980er Jahren zu beginnen, da dies das Jahrzehnt ist, in dem die Dominanz der Biopics in der Filmindustrie wirklich begann. Für die Zusammenstellung unserer Top 20 haben wir uns die weltweiten Einspielergebnisse der Filme angeschaut. Weitere Kriterien waren eine IMDb-Bewertung von mindestens 7 und die Anzahl der Oscar-Gewinne oder -Nominierungen. Wir stellen dir die Filme in chronologischer Reihenfolge vor, nicht in einer bestimmten Rangfolge – schließlich mögen wir sie alle gleichermaßen. 

Die meisten dieser Filme findest du auf verschiedenen Streamingplattformen, darunter Netflix, Amazon Prime Video und HBO Max. Wenn du online streamst, kann dein Internetanbieter sehen, was du tust – und wenn er der Meinung ist, dass du zu viele Daten für deine Streamingsessions verbrauchst, könnte er deine Verbindung drosseln. Dies kannst du vermeiden. Am einfachsten geht das mit einem VPN (hier kannst du ein VPN kostenlos testen). VPNs setzen eine leistungsstarke Verschlüsselung ein, um deine Aktivitäten zu verbergen, und helfen dir somit, eine inhaltsbezogene Drosselung zu umgehen. Auf diese Weise kannst du mit uns jeden Titel streamen (als hätten wir ihn nicht schon eine Million Mal gesehen).

Startklar? Los geht’s…

1. Wie ein wilder Stier (Raging Bull, 1980)

⭐IMDb-Bewertung: 8,1/10

🏆Oscars: 2 Gewinne, 8 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 23,5 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Robert De Niro, Cathy Moriatry, Joe Pesci

Wir müssen mit Wie ein wilder Stier beginnen. Es ist ein uralter Klassiker mit Robert De Niro in der Hauptrolle und einer seiner frühesten Filme. Wie ein wilder Stier erzählt die Geschichte des berühmten Boxers Jake LaMotta, der sich in kürzester Zeit von einem problembelasteten Kind in New York zu einem der größten Champions aller Zeiten hochgearbeitet hat. Allerdings nicht ohne Schwierigkeiten. Der Film zeigt die vielen Herausforderungen im Leben von Jake, darunter seine schwere Kindheit, seine Gefechte mit Gewalt und sein äußerst hitziges Temperament. 

Wir können immer noch nicht genug von diesem Film bekommen, daher überrascht es nicht, dass er zwei Oscars gewonnen hat und auf IMDb mit 8,1 bewertet wird. Wie ein wilder Stier erhielt dank der herausragenden Leistung von De Niro Awards für den besten Hauptdarsteller und den besten Schnitt. Im Vergleich zu heutigen Filmen sieht ein Einspielergebnis von 23,5 Millionen Dollar nach nichts aus, aber vor fünf Jahrzehnten war er einer der umsatzstärksten Filme des Jahres und belegte Platz 27.

2. Gandhi (1982)

⭐IMDb-Bewertung: 8/10

🏆Oscars: 8 Gewinne, 11 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 181 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Ben Kingsley, John Gielgud, Rohini Hattangadi

Stellt Gandhi den Rekord für die meisten Oscar-Gewinne auf? Der Film wurde mit acht Academy-Awards ausgezeichnet, darunter für den besten Hauptdarsteller, den besten Film, die beste Regie und die beste Kameraführung. Insgesamt erhielt der Film elf Nominierungen, was ihn zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten macht – nicht nur im Biopics-Genre, sondern in der gesamten Branche. 

Was macht Gandhi nun so großartig? Die Filmbiografie folgt dem Leben des berühmten indischen Unabhängigkeitsaktivisten Gandhi, der in den späten 1800er Jahren geboren wurde. Mit seiner entschiedenen Haltung gegen die britische Herrschaft in Indien führte er einen landesweiten gewaltfreien Protest ein, der ihn zu einem der einflussreichsten Menschen seiner Zeit machte. Wahrscheinlich hast du schon einmal gehört, dass Leute Gandhi in ihren Gesprächen zitiert haben, sogar bis zum heutigen Tag. Außerdem spielte der Film rekordverdächtige 181 Millionen Dollar ein, was für die Filmära der 1980er Jahre ein großer Erfolg war.

3. Amadeus (1984)

⭐IMDb-Bewertung: 8,4/10

🏆Oscars: 8 Gewinne, 11 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 52 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge

Wir bleiben in den 1980er Jahren für einen weiteren epischen Film: Amadeus. Amadeus spielt Ende des 18. Jahrhunderts und schildert das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart. Der österreichische Komponist wurde von Antonio Salieri, einem anderen Komponisten, der sich nach Mozarts Erfolg sehnte, vergöttert. Diese Liebe verwandelte sich schnell in Eifersucht und Bitterkeit und führte schließlich zu Mozarts Tod. In einem Geständnis behauptet Antonio, ihn ermordet zu haben. 

Dieses Biopic ist voller Wendungen – wenn du es noch nicht gesehen hast, dann stell dich schon einmal darauf ein. Der Film wurde nicht umsonst mit acht Oscars und elf Nominierungen ausgezeichnet.

4. GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia (1990)

⭐IMDb-Bewertung: 8,7/10

🏆Oscars: 1 Gewinn, 6 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 47 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Robert De Niro, Ray Liotta, Joe Pesci

Joe Pesci und Robert De Niro haben sich erneut für ein Biopic zusammengetan, diesmal um die Geschichte des Lebens von Henry Hills in der Mafia zu erzählen. Der selbsternannte New Yorker Gangster führte ein turbulentes Leben, sowohl zu Hause mit seiner Frau Karen als auch mit seinen Mafia-Partnern Jimmy Conway und Tommy DeVito. 

Das berühmte Trio führte in den 1960er und 1970er Jahren einige der größten Raubüberfälle und Einbrüche in New York City durch. Halte dein Popcorn griffbereit, aber sei auf ein paar blutige Szenen vorbereitet!

5. Malcolm X (1992)

⭐IMDb-Bewertung: 7,7/10

🏆Oscars: 2 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 48 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Denzel Washington, Angela Bassett, Delroy Lindo

Malcolm war bekannt für seine offenherzige Art und seine verschiedenen Persönlichkeiten. Er saß im Gefängnis, bevor er ein afroamerikanischer Aktivist wurde, der für Bürgerrechte und die Ermächtigung der Schwarzen kämpfte. Außerdem predigte er regelmäßig über den Islam und seine Lehren. 

Dieser Film gibt uns einen Einblick in Malcolms Irrungen und Wirrungen, von seinen Anfängen als Sträfling bis zu seiner Ermordung im Jahr 1965. In seinem Kampf gegen die Rassenunterdrückung wurde Malcolm so bekannt, dass sogar Martin Luther King in einer Rede auf seinen Tod hinwies. Auch wenn der Film keinen Oscar gewann, erhielt er doch zwei Nominierungen und hat eine beeindruckende IMDb-Bewertung von 7,7. Es lohnt sich, ihn anzuschauen.

6. Schindlers Liste (1993)

⭐IMDb-Bewertung: 9/10

🏆Oscars: 7 Gewinne, 12 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 322 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Liam Neeson, Ralph Fiennes, Ben Kingsley

Schindlers Liste hat mit einer fast perfekten Bewertung von 9 die höchste IMDb-Bewertung aller Biopics in unseren Top 20. Warum das so ist, ist leicht zu verstehen. Der Film handelt von einem der wichtigsten Augenblicke der Geschichte und folgt dem Industriellen Oskar Schindler, der seine jüdische Belegschaft während der Nazi-Invasion im Zweiten Weltkrieg schützt. Oskar (gespielt von Liam Neeson), selbst ein deutscher Geschäftsmann, verwandelt seine Fabrik in einen Zufluchtsort, um Tausende von Juden vor der Verfolgung zu retten. 

Wenn du Farbfilme magst, sollten wir dich warnen: Dieses Biopic wurde fast ausschließlich in Schwarzweiß gedreht. Lass dich davon aber nicht abschrecken: Dies war eine bewusste Entscheidung des Regisseurs Steven Spielberg, um das Schwarz-Weiß-Denken der Nazis zu jener Zeit widerzuspiegeln, und es macht den Film nur noch eindrucksvoller. 

Schindlers Liste wurde mit sieben Oscars ausgezeichnet, darunter für den besten Film und die beste Regie. Insgesamt erhielt das Biopic 91 Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien und bei verschiedenen Preisverleihungen, von den BAFTAS bis zu den Chicago Film Critics Association Awards, bei denen Liam Neeson als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.

7. Braveheart (1995)

⭐IMDb-Bewertung: 8,3/10

🏆Oscars: 5 Gewinne, 10 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 209 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Mel Gibson, Sophie Marceau, Patrick McGoohan

Der Hollywood-Schauspieler Mel Gibson spielte die Hauptrolle und führte Regie in dem 1995 gedrehten Biopic Braveheart. Es spielt zur Zeit der Herrschaft von König Edward II. in England und handelt von William Wallace, einem schottischen Krieger, der sein Land von der Invasion Edwards befreien wollte. Der Kampf für die Freiheit kostete vielen seiner Lieben das Leben, darunter seine Frau und sein Vater. Das gibt William nur noch mehr Mut, für das zu kämpfen, was seinem Heimatland seiner Meinung nach zusteht. 

Die schottische Geschichtsverfilmung war mit einem Einspielergebnis von 209 Millionen Dollar und angemessenen fünf Oscar-Gewinnen, darunter für den besten Film und die beste Regie, ein großer Erfolg. Auch 30 Jahre später klingt uns das berühmte Braveheart-Zitat noch in den Ohren: „Sie mögen uns das Leben nehmen, aber niemals nehmen sie uns unsere Freiheit!”

8. A Beautiful Mind: Genie und Wahnsinn (2001)

⭐IMDb-Bewertung: 8,2/10

🏆Oscars: 4 Gewinne, 8 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 318 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Russell Crowe, Ed Harris, Jennifer Connelly

Weiter geht’s mit den frühen 00er Jahren, beginnend mit diesem Biopic mit Russell Crowe in der Hauptrolle. A Beautiful Mind: Genie und Wahnsinn ist inspiriert von John Nash, einem Mathematiker, der für die Entwicklung komplexer mathematischer Konzepte, insbesondere im Bereich der Spieltheorie, bekannt ist. Seine Theorien werden auch als Nash-Equilibrium oder Nash-Lösung bezeichnet. Während er für seine Arbeit schließlich einen Nobelpreis erhielt, wurde vermutet, dass seine Arbeit an der Entwicklung dieser Modelle zu seinem Kampf gegen die Symptome von Geisteskrankheiten und Schizophrenie beitrug.

Und auch wenn Nash eine weniger bekannte Persönlichkeit ist, war dieses Biopic ein unglaublicher Erfolg. Trotz eines relativ geringen Budgets von nur 58 Millionen Dollar spielte es an den Kinokassen 318 Millionen Dollar ein. 

9. Catch Me If You Can (2002)

⭐IMDb-Bewertung: 8,1/10

🏆Oscars: 2 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 355 Millionen USD 

📽️Hauptdarsteller: Tom Hanks, Leonardo DiCaprio, Christopher Walken

Er hat zwar keinen Oscar gewonnen, aber in unseren Augen ist Catch Me If You Can trotzdem ein Gewinner. Er ist einer von Leonardos ersten und besten Filmen und zufällig auch noch ein Biopic. Man könnte sogar sagen, dass seine Leistung in diesem Film ihn zu einem der beliebtesten Biopic-Darsteller aller Zeiten gemacht hat. 

Catch Me If You Can ist die Geschichte von Frank Abagnale Jr., der dafür berühmt war, dass er vorgab, vieles zu sein, was er nicht war – ein Pan-Am-Pilot, ein Arzt und sogar ein Staatsanwalt. FBI-Agent Carl, gespielt von Tom Hanks, hat Franks Betrügereien spitzbekommen und versucht, ihn zur Strecke zu bringen. Der gesamte Film ist ein Katz-und-Maus-Spiel – und wer sieht nicht gerne zu, wie der Gute den Schurken fängt (oder der zu Unrecht Verfolgte entkommt)?

10. Aviator (2004)

⭐IMDb-Bewertung: 7,5/10

🏆Oscars: 5 Gewinne, 11 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 208 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett, Kate Beckinsale

Nein, du täuschst dich nicht – es ist ein weiteres Biopic mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Zwei Jahre nach Catch Me If You Can spielte Leonardo den Milliardär Howard Hughes in Aviator. Howard Hughes war in den 1920er bis 1940er Jahren ein unglaublich reicher und berühmter Filmemacher und Inhaber von R.K.O. Pictures. Doch das war noch nicht alles: Er begann, sich in der Luftfahrtindustrie zu engagieren und kaufte mit seinem Vermögen Fluggesellschaften und Flugzeuge. Leider brachten Ruhm und Wohlstand auch Dämonen mit sich, von denen wir in diesem Film viel zu sehen bekommen. 

Anstatt sein ganzes Leben zu zeigen, konzentriert sich Aviator auf Howards „glorreiche“ Jahre in den letzten beiden Jahrzehnten seiner Karriere. Das macht den Film aber nicht weniger spannend – es gibt viel zu entdecken, und du wirst bestimmt nicht enttäuscht. Der Film wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet, darunter für den besten Film des Jahres und für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle. 

11. The King’s Speech – Die Rede des Königs (2010)

⭐IMDb-Bewertung: 8/10

🏆Oscars: 4 Gewinne, 12 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 430 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter

König Georg VI. mag lange vor unserer Zeit gelebt haben, aber die Menschen lieben Royals – und die Aufdeckung ihrer Geheimnisse. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum sie sich so für erfolgreiche Biopics eignen, beispielsweise für diesen Film aus dem Jahr 2010. Nach zwölf Nominierungen gewann er beeindruckende vier Oscars, darunter die Trophäe für den besten Film des Jahres und die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle.

The King’s Speech – Die Rede des Königs schildert die Geschichte von König Georg VI. von England (gespielt von Colin Firth), seinen Aufstieg auf den Thron und seinen Kampf mit einer Sprachstörung. Der Vater der verstorbenen Königin Elizabeth II. erhält die Hilfe von Lionel Logue, einem Sprachtherapeuten, der ihm hilft, seine Kommunikationsprobleme zu überwinden. Wir verfolgen, wie die beiden eine herzerwärmende Freundschaft entwickeln, während König Georg gegen seine schlimmsten Ängste ankämpft. Dieser Film drückt auf die Tränendrüse!

12. Lincoln (2012)

⭐IMDb-Bewertung: 7,3/10

🏆Oscars: 2 Gewinne, 12 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 273,5 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis, Sally Field, David Strathairn

Bestimmt kannst du dir denken, um wen es in diesem Biopic geht. Lincoln dreht sich um den US-Präsidenten Abraham Lincoln und seine Amtszeit während des amerikanischen Bürgerkriegs im Jahr 1865. Gegen Ende des Krieges kämpfte Präsident Lincoln für eines der lebensveränderndsten Ereignisse in der amerikanischen Geschichte: die Verabschiedung eines bahnbrechenden Verfassungszusatzes zur Abschaffung der Sklaverei in den USA. 

Wir erleben mit, wie Lincoln um die Stimmen der Nation kämpft und dabei die Auswirkungen des Kriegsendes und die Freiheit der US-Bevölkerung abwägt. Wenn du auf politische und historische Biopics stehst, ist dieser Oscar-prämierte Film genau das Richtige für dich.

13. 12 Years a Slave (2013)

⭐IMDb-Bewertung: 8,1/10

🏆Oscars: 3 Gewinne, 9 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 180,7 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Chiwetel Ejiofor, Michael Kenneth Williams, Michael Fassbender

Die 2010er Jahre schienen das Jahrzehnt der frühgeschichtlichen Biopics zu sein, darunter dieser unglaubliche, dreifach Oscar-prämierte Film. Er hat eine beeindruckende Bewertung von 8.1 auf IMDb und wurde bei der Oscarverleihung 2014 als bester Film des Jahres ausgezeichnet. Wir können verstehen, warum – er ist einer dieser Filme, die über Jahre hinweg einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

In 12 Years a Slave spielt Chiwetel Ejiofor die Hauptrolle des Solomon Northup, eines schwarzen Mannes aus New York, der 1853 von zwei Weißen entführt und als Sklave verkauft wird. Diese emotionale und außergewöhnliche Geschichte folgt Solomons Kampf um Freiheit und Überleben vor dem Bürgerkrieg. In seinem zwölften Jahr als Sklave lernt Solomon einen Abolitionisten aus Kanada kennen, der ihm hilft, die Freiheit wiederzuerlangen und sich aus der Sklaverei zu befreien.

14. The Wolf of Wall Street (2013)

  1. The Wolf of Wall Street (2013)

⭐IMDb-Bewertung: 8,2/10

🏆Oscars: 5 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 390 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Margot Robbie

Wir haben einen weiteren Leonardo-DiCaprio-Film! Diesmal spielt er Jordan Belfort, einen wohlhabenden Börsenmakler, der ein luxuriöses Leben in New York führt. Auch wenn sein Niveau als Börsenmakler zu Anfang nur auf Einstiegslevel war, wurde er in den frühen 1990er Jahren mit seiner eigenen Firma schnell erfolgreich. Belfort war für seine betrügerischen Aktivitäten bekannt, mit denen er wohlhabende Anleger dazu brachte, Millionen von Dollar in falsche Investitionen zu stecken. 

Ein Erfolgsimperium, das auf Betrügereien aufbaut – was konnte da schon schiefgehen? Der verschwenderische Lebensstil war nicht alles, was man sich darunter vorstellte, und Jordan sah viele Beziehungen um sich herum zerbrechen. Auch das FBI war ihm dicht auf den Fersen und versetzte der Zeit, in der er fettes Geld verdiente, ein hartes Ende. Setz diesen Film unbedingt auf deine Merkliste – nicht umsonst hat er eine IMDb-Bewertung von 8,2.

15. American Sniper (2014)

⭐IMDb-Bewertung: 7,3/10

🏆Oscars: 1 Gewinn, 6 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 572 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Bradley Cooper, Sienna Miller, Kyle Gallner

Chris Kyle, gespielt von Bradley Cooper, ist ein gewöhnlicher Familienvater aus Texas – bis sich sein Leben für immer verändert. Nachdem er sich als Scharfschütze den SEALs angeschlossen hat, wird Chris in den Irak geschickt, um für sein Land zu kämpfen. Er rettet Hunderte von Menschenleben, wird aber zum Hauptziel bewaffneter Rebellen. Nach vier Einsätzen und einem ständigen Kampf ums Überleben kehrt Chris zu seiner Familie in die USA zurück, wo sich seine traumatischen Kriegserfahrungen in seiner Familie, seinen Beziehungen und seinem täglichen Leben niederschlagen. 

Mit einem Einspielergebnis von 572 Millionen Dollar wurde American Sniper zu einem der umsatzstärksten Biopics aller Zeiten. Du möchtest lieber das Buch lesen, bevor du dir den Film ansiehst? Dieses Biopic basiert auf American Sniper: Die Geschichte des Scharfschützen Chris Kyle.

16. Green Book: Eine besondere Freundschaft (2018)

⭐IMDb-Bewertung: 8,2/10

🏆Oscars: 3 Gewinne, 5 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 320 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Viggo Mortensen, Mahershala Ali, Linda Cardelllini

Wenn du Filme über unwahrscheinliche Verbindungen und Freundschaften magst, trifft dieser Film bestimmt deinen Geschmack. Green Book: Eine besondere Freundschaft basiert auf dem Leben von Dr. Don Shirley, einem afroamerikanischen Pianisten, der in den 1960er Jahren die klassische Musikszene dominierte. Shirley ist auf der Suche nach einem Fahrer und Sicherheitsmann, der ihn auf seiner Konzerttournee durch den tiefen Süden beschützen kann. 

Shirleys auserwählter Fahrer und Leibwächter ist Tony Lip, ein Türsteher aus der Bronx. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, was ihre Freundschaft noch außergewöhnlicher macht. Angesichts der Herausforderung der Rassentrennung und der Ungerechtigkeit entwickelten Tony und Shirley während ihrer Zeit unterwegs ein unglaubliches Band. 

Dieses Biopic bietet jede Menge Drama und emotional aufwühlende Momente, ist aber auch voll von unbeschwertem Humor. Es porträtiert Shirleys Tournee durch den tiefen Süden perfekt, was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass der Film bei der Oscar-Verleihung 2019 drei Preise gewonnen hat.

17. Bohemian Rhapsody (2018)

⭐IMDb-Bewertung: 7,9/10

🏆Oscars: 4 Gewinne, 5 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 879 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Rami Malek, Lucy Boynton, Gwilym Lee

Bohemian Rhapsody hat vier der fünf Oscars abgesahnt, für die er nominiert war. Außerdem spielte er an den Kinokassen enorme 879 Millionen Dollar ein, wahrscheinlich weil er einen so denkwürdigen Augenblick der Musikgeschichte behandelt. Rami Malek spielt Freddie Mercury, den Leadsänger der britischen Rockband Queen. Der Film begleitet Freddie und die Band im Vorfeld ihres ausverkauften Auftritts bei Live Aid im Jahr 1985. 

Neben seiner erfolgreichen Musikkarriere sah sich Freddie mit vielen Herausforderungen rund um Sexualität, Krankheit und Bandbeziehungen konfrontiert. Der Film begleitet Freddie von einem jungen, aufstrebenden Rock’n’Roll-Sänger bis hin zur Hauptfigur von Queen und zeigt einige der schwierigsten und erfolgreichsten Augenblicke in Freddies Leben, darunter auch, wie er viele der skurrilen Songtexte von Queen schrieb. Der Film ist über zwei Stunden lang, also mach dich auf eine lange Streamingsession gefasst. Keine Sorge – auch wir konnten es uns nicht verkneifen, mitzusingen.

18. Rocketman (2019)

⭐IMDb-Bewertung: 7,3/10

🏆Oscars: 1 Gewinn, 1 Nominierung

💸Bruttoeinnahmen: 190 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Taron Egerton, Jamie Bell, Richard Madden

Die britische Pop-Legende Sir Elton John wurde in den 1970er Jahren berühmt und entwickelte sich von einem eifrigen Pianisten zu einem ikonischen Superstar. In diesem Biopic sehen wir, wie der damalige Reginald Dwight sein Studium abschließt und seine Musikkarriere beginnt, indem er in örtlichen Kneipen Rockmusik spielt. 

Er lernt den Musikmanager John Reid kennen, der ihn auf seinem Weg zu einem internationalen Phänomen unterstützt. Derselbe Musikmanager sorgt auch für Turbulenzen in Eltons Leben – vieles davon war uns vor Erscheinen dieses Films unbekannt. Einige Ereignisse wurden dramatisiert, aber Rocketman gibt dir auf jeden Fall eine Insider-Perspektive in Eltons Leben und die Songs, die Geschichte gemacht haben.

19. Elvis (2022)

⭐IMDb-Bewertung: 7,3/10

🏆Oscars: 8 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 280 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Austin Butler, Tom Hanks

Weiter geht’s mit dem Trend der musikalischen Biopics mit diesem Film aus dem Jahr 2022. Er gibt uns einen Einblick in das Leben des legendären Rock- und Filmstars Elvis. Die Filmbiografie erstreckt sich über einen Zeitraum von zwanzig Jahren, von seiner späten Kindheit bis zum Höhepunkt seines Ruhms in den 1950er Jahren. So erleben wir viele Höhen und Tiefen im Leben von Elvis mit, einschließlich der komplizierten Beziehung zwischen ihm und seiner Frau Priscilla, einer amerikanischen Geschäftsfrau und Schauspielerin.

Wie bei vielen Biopics wird die Geschichte aus der Sicht eines anderen erzählt – in diesem Fall von Colonel Tom Parker, dem Manager von Elvis, der gespielt wird von Tom Hanks. Es war bekannt, dass die beiden eine kontroverse und etwas turbulente Beziehung hatten, was sich auch in diesem Film widerspiegelt. 

Wir können Elvis nicht erwähnen, ohne auch Priscilla zu nennen. Ein Jahr später erzählte ein Biopic die Geschichte von Elvis aus einer anderen Perspektive, nämlich aus der Sicht seiner Frau Priscilla. Der Film bietet einen näheren Blick auf die Beziehung des Paares, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt. In den Hauptrollen spielen Cailee Spaeny als Priscilla Presley und Jacob Elordi als die Rock-and-Roll-Legende Elvis. 

20. Oppenheimer (2023)

⭐IMDb-Bewertung: 8,3/10

🏆Oscars: 7 Gewinne, 13 Nominierungen

💸Bruttoeinnahmen: 912,6 Millionen USD

📽️Hauptdarsteller: Cillian Murphy, Emily Blunt, Matt Damon

Wir runden diese Liste der besten Biopics mit einem Höhepunkt ab, im wahrsten Sinne des Wortes: Oppenheimer spielte an den Kinokassen satte 912,6 Millionen Dollar ein und erhielt sieben der 13 Oscar-Awards, für die er nominiert war. Er ist einer unserer liebsten Biopics überhaupt.

In dem von Christopher Nolan inszenierten Film spielt Cillian Murphy die Rolle des amerikanischen Wissenschaftlers J. Robert Oppenheimer. Er war am Manhattan-Projekt und an der Entwicklung von Atomwaffen, einschließlich der Atombombe, beteiligt. Im Jahr 1945 führte Oppenheimers jahrelange Arbeit zur ersten Atomexplosion während des Zweiten Weltkriegs. 

Dieser fesselnde Film zeigt Oppenheimer aus vielen verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven und blättert durch die verschiedenen Zeiten seines Lebens. Er ist über drei Stunden lang, aber das Anschauen lohnt sich.

Die Biopics-Trends: die besten Regisseure, Awards und Hauptrollen

Steven Spielberg: der Biopics-Regisseur

Steven Spielberg ist einer der berühmtesten Regisseure aller Zeiten. Er ist auch der Regisseur hinter einigen der erfolgreichsten Biopics im Hinblick auf die Einspielraten. Viele davon finden sich in unserer Top 20, darunter Lincoln, Catch Me If You Can und Schindlers Liste. Er führte auch Regie bei kultigen, Oscar-nominierten Filmen wie Der Soldat James Ryan (OT: Saving Private Ryan), Die Verlegerin (OT: The Post), Aufbruch zum Mond (OT: First Man), Terminal und Das Reich der Sonne (OT: Empire Of The Sun).

Steven Spielberg selbst wurde in seiner Karriere als Regisseur für 22 Oscars nominiert und hat drei davon mit nach Hause genommen. Er gewann den Preis für die beste Regie und den besten Film für seine Arbeit an Schindlers Liste sowie den Preis für die beste Regie für Der Soldat James Ryan. Im Moment scheint er keine Biopics in Arbeit zu haben, aber wir sind zuversichtlich, dass es in Zukunft noch viele weitere geben wird. Vielleicht müssen wir unsere Top 20 noch einmal überdenken, wenn sie veröffentlicht werden!

Die Filmbiografien mit den höchsten Einspielergebnissen aller Zeiten

Biopics erzielen weiterhin rekordverdächtige Einnahmen an den Kinokassen. Die Zahl wird jedes Jahr höher. Auch 2023 war hier keine Ausnahme. Oppenheimer stellte mit 912,6 Millionen Dollar einen neuen Rekord auf und ist damit das umsatzstärkste Biopic aller Zeiten. Die 2018 erschienene Filmbiografie Bohemian Rhapsody lag nicht weit dahinter und spielte 879 Millionen Dollar ein. American Sniper schaffte es mit 547 Millionen Dollar ebenfalls unter die Top drei. Jeder Titel gewann außerdem mehrere Oscars, darunter für den besten Film und den besten Hauptdarsteller.

Interessanterweise stammen alle drei Titel aus dem letzten Jahrzehnt, wobei der älteste Titel American Sniper aus dem Jahr 2014 ist, was bestätigt, dass der Trend zu Biopics immer beliebter wird. Ganz eindeutig strömen wir in Scharen in die Kinos, um das neueste Biopic zu sehen, sobald es herauskommt. Interessant ist auch, dass diese Filme alle unterschiedliche Themen innerhalb des Biopic-Genres behandeln. In einem geht es um den Erfinder der Atombombe, in einem um eine berühmte Rock’n’Roll-Band und in einem anderen um einen Scharfschützen der SEALs. Das Genre der Biopics ist unglaublich vielfältig, und wir fragen uns, wohin es sich noch entwickeln wird.

Der Schauspieler, der die Biopics-Szene dominiert

Errätst du es? Es ist natürlich Leonardo DiCaprio. Der amerikanische Schauspieler hat in den erfolgreichsten Biopics mitgespielt, darunter Catch Me If You Can, Wolf of Wall Street und Aviator. Er hat auch in vielen anderen Filmen eine Hauptrolle gespielt, zum Beispiel in Die Geschichte einer Jugend (OT: This Boy’s Life), Jim Carroll – In den Straßen von New York (OT: The Basketball Diaries), Titanic und The Revenant – Der Rückkehrer, und wurde immer wieder für Oscars nominiert, auch wenn er erst bei der Verleihung 2016 endlich einen Award mit nach Hause nehmen konnte. Er gewann den Preis für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle für The Revenant – Der Rückkehrer.

Wir können uns darauf freuen, Leonardo DiCaprio in vielen weiteren sehenswerten Biopics zu sehen. Es wird gemunkelt, dass er Frank Sinatra in einer Neuverfilmung von Martin Scorsese spielen wird, aber es ist noch nicht bestätigt, wann.

Eine Rekordzahl an Oscar-Gewinnen für Filmbiografien

Zwei Biopics wurden mit den meisten Oscars ausgezeichnet: Sowohl Gandhi als auch Amadeus erhielten acht der elf Academy-Awards, für die sie nominiert waren. Sie gewannen unter anderem für den besten Film, den besten Hauptdarsteller, die beste Regie und die beste Kameraführung. Interessanterweise stammen beide Filme aus der Zeit vor den 1990er Jahren, als die Zahl der jährlich veröffentlichten Filmbiografien stark anstieg. Gandhi war der erste Film, der 1982 in die Kinos kam, und Amadeus folgte ein paar Jahre später, 1984. Keinem Biopic ist es in den letzten 30 Jahren gelungen, mehr Auszeichnungen einzuheimsen.

Ein Film war jedoch nahe dran, Gandhi und Amadeus bei der Oscarverleihung 2023 vom ersten Platz zu verdrängen: Oppenheimer erhielt sage und schreibe 13 Nominierungen und gewann sieben Oscars, darunter für die beste Regie, die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle und den besten Film des Jahres. Könnte 2024 das Jahr sein, in dem wir ein Biopic mit neun oder mehr Oscars sehen? Schauen wir mal.

Die Flops unter den Biopics 

Auch wenn die meisten Biopics kinotauglich sind, schaffen es nicht alle. Einige schneiden nicht so gut ab, wie erwartet, selbst bei mit Spannung erwarteten Handlungen und großen Budgets. Basierend auf den IMDb-Bewertungen und den Einspielergebnissen sind die drei schlechtesten Biopics aller Zeiten Belushi – Wired (1989), Der Eroberer (OT: The Conqueror, 1956) und Gotti (2018).

In Wired ging es um John Belushi, einen Schauspieler und Komiker. Der Film beginnt damit, dass John Belushi tot aufgefunden wird, aber in einer bizarren Wendung der Ereignisse wacht er auf, bevor er autopsiert wird. Der noch lebende John Belushi lässt uns die wichtigsten Stationen seines Lebens mitverfolgen, bevor er seine letzten Augenblicke noch einmal erlebt. Leider war der Film kein Erfolg. Er spielte nur eine Million Dollar an den Kinokassen ein und hat eine nicht gerade beeindruckende IMDb-Bewertung von 3,6.

Der Eroberer ist ein sehr frühes Biopic, das auf das Jahr 1956 zurückgeht. Es handelt von einem Kriegsherrn namens Temujin, der gegen einen Stamm kämpft, um Kaiser von Dschingis Khan zu werden. Mit einer IMDb-Bewertung von nur 3,7 und einem Einspielergebnis von 6,6 Millionen Dollar kannst du diesen Film getrost von deiner Watchlist streichen.

Der letzte Flop in unserer Liste ist Gotti, der im Gegensatz zu den anderen Titeln relativ neu ist. Diese Filmbiografie kam erst 2018 in die Kinos, was ihren leichten Misserfolg noch ein wenig schmerzhafter macht. In dem Biopic spielt John Travolta die Rolle von John Gotti, dem führenden Mitglied der New Yorker Mafia. Der Film taucht tief in die Gotti-Familie ein und enthüllt ihr Gangster-Leben und all die damit verbundenen Gefahren. Leider scheint es, dass der Film nicht viele von uns beeindruckt hat. Er spielte nur neun Millionen Dollar an den Kinokassen ein und hat eine IMDb-Bewertung von 4,8.

Der neue Trend bei den Biopics: deine Lieblingsmusiker

Man muss lediglich ein paar Jahre in die Vergangenheit des Biopic-Genres schauen, um zu erkennen, dass es einen Trend gibt, der das Genre beherrscht: Musiker. Die größten Filmbiografien des letzten Jahrzehnts drehten sich um Musiklegenden, ihr manchmal bewegtes Leben, ihre großen Erfolge und ihre unglaublichen Songs. Zu den bemerkenswertesten Titeln gehören Bob Marley: One Love, Taylor Swift: The Eras Tour, Renaissance: A Film by Beyoncé, Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody, Bohemian Rhapsody, Elvis, und Rocketman

Regisseure finden auch andere Musiker, die eine Lebensgeschichte zu erzählen haben, und viele sind bereits in Arbeit. Dazu gehört Michael, ein Film über Michael Jackson, den King of Pop, der im Jahr 2025 in die Kinos kommen soll. Bob Dylan steht ebenfalls im Mittelpunkt eines Biopics, das 2025 unter dem Titel A Complete Unknown erscheinen soll. Vier separate Biopics über die Beatles sollen 2027 in die Kinos kommen und die Geschichte aus der Sicht der einzelnen Bandmitglieder erzählen. Wenn du Musik liebst und ein Fan von Biopics bist, wirst du wohl einige Zeit im Kino verbringen!

Was bringt die Zukunft für Biopics?

Sagen wir es so: Die Zukunft für Biopics sieht rosig aus. Einige der erfolgreichsten Filme des letzten Jahrzehnts stammen aus dem Genre der Biopics, und viele von ihnen haben auch mehrere Oscars gewonnen. Fast jede Streamingplattform hat inzwischen eine Kategorie für Biopics. Angesichts des Erfolgs von Mega-Musik-Filmbiografien wie Bohemian Rhapsody und Elvis werden wir zweifellos noch mehr Filme sehen, in deren Mittelpunkt eine Musiklegende steht. 

Wenn Biopics eines können, dann das: sich verkaufen. Aber was bedeutet das für die Branche? Trotz ihrer offensichtlichen Beliebtheit wirft das Genre der Biopics Fragen zur Kreativität der Regisseure und ihrer Bereitschaft, neue Geschichten zu erzählen, auf. Einige sind der Meinung, dass es den Regisseuren erlaubt, das Filmemachen auf die leichte Schulter zu nehmen, weil sie sich keine kreativen Geschichten oder Themen ausdenken müssen. Sie können sich einfach darauf konzentrieren, die Lebensereignisse einer Persönlichkeit zu verfilmen, statt sich etwas Neues einfallen zu lassen. Ist das ein Quick-Win, um die Aufmerksamkeit der Leute zu erregen und die Chancen auf einen Kassenschlager zu erhöhen?

Es ist kein Geheimnis, dass wir immer weniger Zeit im Kino verbringen, vor allem seit der Pandemie. Streamingplattformen und die Verfügbarkeit von Filmen zu Hause machen es einfacher denn je, die neuesten Filme im Wohnzimmer zu sehen. Eine Studie von S&P Global zeigt, dass 36 Prozent der befragten US-Bürger angeben, dass sie deshalb nicht ins Kino gehen, weil sie Filme lieber online streamen. Noch interessanter ist, dass Wolf Street berichtet, dass der Verkauf von Kinokarten in den USA in den letzten 21 Jahren um fast die Hälfte (46 Prozent) zurückgegangen ist. Offensichtlich warten die Menschen gerne auf die Veröffentlichung von Filmen im Internet, statt ins Kino zu gehen – allerdings nicht unbedingt, wenn es um Biopics geht. 

Die Einspielergebnisse von 2023 zeigen, dass Oppenheimer der dritterfolgreichste Film des Jahres war. Er überholte sogar Filme wie John Wick: Kapitel 4 (OT: John Wick: Chapter 4), Wonka, Guardians of the Galaxy Vol. 3 und Spider-Man: Across the Spider Verse. Das liegt daran, dass Biopics uns anfixen. Wenn wir den Trailer sehen, wollen wir sofort mehr wissen und warten sehnsüchtig auf das Erscheinungsdatum. Statt monatelang darauf zu warten, dass der Titel auf unserer bevorzugten Streamingplattform erscheint, buchen wir Tickets für einen Kinobesuch. Wir müssen einfach dabei sein. Fesselnde wahre Geschichten locken die Menschen an, vor allem, wenn es um jemanden geht, dem sie folgen oder den sie zu kennen glauben, wie etwa einen Musiker. Das ist etwas, was das Genre der Biopics enorm gut kann. 

Die Geschichte der Biopics ist noch nicht zu Ende 

Geh auf eine beliebige Streamingplattform und du wirst eine endlose Liste von Filmbiografien sehen. Geh in dein nächstgelegenes Kino und du wirst feststellen, dass die Kinosäle für die neuesten Biopics ausgebucht sind. Wo immer du auch hingehst, Biopics sind überall. Sie haben Hollywood regelrecht im Sturm erobert, denn die meisten renommierten Regisseure konzentrieren sich eher auf Geschichten und Ereignisse aus dem wahren Leben als auf neue kreative Geschichten. Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Emily Blunt und Co. spielen die Hauptrollen in den am meisten erwarteten Biopics. Viele von ihnen gewinnen einen Oscar nach dem anderen für ihre Leistung in diesen Biopics, ebenso wie die Regisseure. 

Die Kinos sind vielleicht nicht mehr so voll wie noch vor ein paar Jahren, aber das tut den Einspielergebnissen der Biopics keinen Abbruch. Nahezu jede moderne Filmbiografie erzielt obszön hohe Einspielergebnisse. Diese Mischung aus Fiktion und Realität zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich, und wir können einfach nicht genug davon bekommen. Bleibt also nur noch die Frage: Welchen unserer Top 20 siehst du dir zuerst an?

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