WhatsApp ist mit über drei Milliarden Nutzern eine der beliebtesten Messaging-Apps der Welt, wie Statista1 berichtet. Leider macht diese Beliebtheit die App auch zu einem beliebten Ziel für Betrüger, die darauf aus sind, Deine persönlichen Daten, Dein Geld oder Deine Konten zu stehlen.
WhatsApp-Betrüger gehen bis zum Äußersten, um ahnungslose Opfer hereinzulegen: Sie geben sich als Deine Freunde und Familie aus oder geben falsche Investmenttipps. Hier erfährst Du, wie die häufigsten Betrugsmaschen funktionieren, auf welche Warnzeichen Du achten solltest und was Du tun kannst, wenn Du glaubst, ins Visier geraten zu sein.
Die häufigsten WhatsApp-Betrugsmaschen und wie sie funktionieren
Betrug durch Identitätsdiebstahl

Betrüger könnten Dich über WhatsApp kontaktieren und sich als jemand ausgeben, den Du kennst. Dieser Betrug ist auch als „Mama-und-Papa-Betrug“, „Hallo Mama“-Betrug oder „Freunde-und-Familie“-Betrug bekannt und nutzt oft Social Engineering, um Dich dazu zu bringen, persönliche Daten preiszugeben oder Geld zu überweisen.
Ein Beispiel ist eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. In dieser wird behauptet, es handele sich um jemanden aus Deinem Umfeld, der sein Handy verloren hat. Die Person bittet Dich dann möglicherweise um Hilfe bei einer dringenden Angelegenheit, zum Beispiel bei der Bezahlung einer Rechnung oder eines Bußgelds, da sie keinen Zugriff auf ihr Online-Banking hat.
Um herauszufinden, ob es sich um einen Betrug handelt, kontaktiere die Person über ihre ursprüngliche Nummer und bitte sie, die Geschichte zu bestätigen. Wenn Du die Person nicht erreichen kannst, bitte den mutmaßlichen Betrüger um einen Videoanruf, denn dieser lässt sich viel schwerer fälschen (auch wenn es mit der heutigen Technik nicht unmöglich ist).
Betrug mit Bestätigungscodes
Bei diesem Betrug geht es oft um einen Bestätigungscode in Form eines vier- oder sechsstelligen Einmalpassworts (OTP), den Du nicht angefordert hast. Die Betrüger können die Nachricht so gestalten, dass sie wie eine routinemäßige Sicherheitsüberprüfung aussieht. Oder sie geben sich als ein Kontakt aus, der versehentlich seinen Bestätigungscode an Deine Nummer gesendet hat.
In Wirklichkeit wollen sie den Code, um sich in eines Deiner Konten einzuloggen. Das können sie entweder durch das Zurücksetzen Deines Passworts oder durch Absolvieren einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Sie können ihn sogar nutzen, um Deine WhatsApp-Nummer auf ihrem Gerät zu registrieren, was ihnen Zugriff auf all Deine Chats und Kontakte verschafft.
Ein weiteres häufiges Anzeichen für einen Betrug ist, wenn Dich jemand nach einem Code fragt, der über einen anderen Dienst wie SMS oder Telegram gesendet wurde.
Dating-Betrug
Diese Betrugsmaschen beginnen meist außerhalb von WhatsApp, oft in Dating-Apps. Nachdem ihr eine Weile gechattet habt, bittet Dich der Betrüger, der Einfachheit halber auf WhatsApp zu wechseln. Er kann Dich auch direkt auf WhatsApp anschreiben und behaupten, Deine Nummer von einem gemeinsamen Kontakt erhalten zu haben.
Betrüger bauen eine Beziehung zu Dir auf, um ihren Betrug durchzuführen. Beim Schweineschlacht-Betrug (Pig Butchering Scam) beispielsweise verleiten sie Dich dazu, falsche Investitionen zu tätigen. Andere halten Dich über einen längeren Zeitraum hinweg hin und bitten Dich wiederholt, Geld oder Geschenke zu schicken. Manche setzen Dich sogar unter Druck, Nacktfotos zu schicken, und nutzen diese dann, um Dich zu erpressen.
Um zu bekommen, was sie wollen, ohne dabei erwischt zu werden, beschleunigen Betrüger die Beziehung, überhäufen Dich mit „Love Bombing“ oder sagen Pläne für ein persönliches Treffen immer wieder ab. Sie nutzen Deine Gefühle aus, um Dich für Warnzeichen blind zu machen, wie etwa KI-generierte Selfies, widersprüchliche Hintergrundgeschichten und Ausreden, um Videoanrufe oder Treffen zu vermeiden.
Text-, Sprach- oder Video-Phishing-Betrug

Betrüger versenden außerdem gefälschte WhatsApp-Nachrichten, um Dich dazu zu verleiten, einem Link zu folgen, eine Datei herunterzuladen oder mit persönlichen Daten zu antworten. Ein Beispiel für eine gängige Clickbait-Formulierung ist: „Bist Du das in diesem Video?” Sie soll Dich dazu bringen, auf einen gefälschten Videolink zu klicken. In Wirklichkeit leitet er Dich zu einer Betrugswebsite weiter oder leitet die Nachricht an Deine Kontakte weiter.
Andere Nachrichten sehen so aus, als kämen sie von Behörden, Kurierdiensten, Banken oder als Warnungen wegen gesperrter Konten. All dies dient nur einem Zweck: Dich dazu zu bringen, auf den Link zu klicken und eine Aktion auszuführen. Manche Nachrichten bitten Dich beispielsweise, eine Lieferadresse zu bestätigen, um an Deine Daten zu gelangen.
Die Folgen sind meist der Diebstahl von Zugangsdaten, Finanzbetrug oder eine Malware-Infektion. Mittlerweile nutzen Betrüger generative KI, um diese Nachrichten authentischer und persönlicher wirken zu lassen. Sie können sogar Sprachnachrichten oder Videos fälschen, um Phishing-Angriffe überzeugender zu gestalten.
Betrug mit falschen Rufnummern
Betrüger nutzen diese Taktik, um ein Gespräch mit Dir zu beginnen. Zunächst geben sie vor, eigentlich jemand anderen erreichen zu wollen. Sobald Du ihnen sagst, dass sie die falsche Nummer haben, versuchen sie möglicherweise, das Gespräch am Laufen zu halten. Sie fragen Dich beispielsweise, ob Du die richtige Nummer hast, oder wechseln das Thema.
Dabei verhalten sie sich freundlich und zugänglich, während sie unermüdlich nach Gelegenheiten suchen, Dich zu betrügen. Wenn das Gespräch persönlicher wird oder sich um Investitionen dreht, sollten bei Dir die Alarmglocken läuten.
Investitions- oder Krypto-Betrug

Diese Betrugsmaschen folgen meist einem bekannten Muster. Die Betrüger sprechen potenzielle Opfer mit einer „exklusiven“ oder vielversprechenden Anlagemöglichkeit an. Dann nutzen sie gefälschte Erfolgsgeschichten und Finanzberichte, um die Opfer davon zu überzeugen, dass die Renditen echt sind. Sie stellen die Investitionen beispielsweise als seriöse Anlagen in Kryptowährungen, Aktien oder Devisen dar.
Manche gehen noch einen Schritt weiter und fügen Dich zu Investitions-Gruppenchats in Apps wie WhatsApp oder Telegram hinzu. Diese Gruppen sind voll von gefälschten Teilnehmern, die das System anpreisen, indem sie vorgetäuschte Ergebnisse posten und Neulinge ermutigen. Unter den Teilnehmern könnten sich sogar Frühinvestoren befinden, die im Rahmen eines Pyramidensystems echte Gewinne erzielt haben.
Möglicherweise erhältst Du anfangs sogar kleine Gewinne, als „Beweis“ dafür, dass das Konzept funktioniert. Sobald Du jedoch eine größere Einzahlung tätigst, verschwinden die Betrüger womöglich oder behaupten, sie hätten das Geld aufgrund unvorhergesehener Umstände verloren. Eventuell versuchen sie auch, noch mehr Geld von Dir zu ergaunern, indem sie darauf bestehen, dass Du Deinen Einsatz verdoppelst oder eine Vorabgebühr zahlst, um Geld abheben zu können.
Jobbetrug
Beim Jobbetrug sprechen Betrüger WhatsApp-Nutzer mit gefälschten Stellenangeboten an. Die Angebote kommen entweder aus heiterem Himmel oder die Betrüger haben aktive Arbeitssuchende im Visier, die sie über öffentliche Jobbörsen, Freiberufler-Portale oder berufliche Netzwerke ausfindig gemacht haben.
Typischerweise geben sich Betrüger als seriöse Unternehmen oder Personalvermittler aus. Sie gestalten das Angebot so attraktiv wie möglich: mit einer außergewöhnlich hohen Bezahlung, großzügigen Boni und Zusatzleistungen, flexiblen Arbeitszeiten oder der Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.
Was sie aber wirklich wollen, sind Deine Daten. Sie bringen Dich dazu, Bewerbungsformulare auszufüllen, Deinen Lebenslauf zu schicken oder an gefälschten Vorstellungsgesprächen teilzunehmen. Manche verlangen sogar eine Bewerbungs- oder Vermittlungsgebühr, um Dir die Stelle zu sichern.
Bei Betrugsmaschen mit geringem Aufwand wirst Du dazu verleitet, eine einmalige Aufgabe ohne Vorauszahlung zu erledigen. Sobald Du den Auftrag abgeschlossen hast, lassen sie Dich im Stich.
„Gold“-Betrug über Apps oder WhatsApp
Bei diesem Betrug wird Dir ein kostenloses Upgrade auf eine exklusive „Premium“-Version von WhatsApp angeboten, die es gar nicht gibt.
„WhatsApp Gold“ war ein konkretes Betrugsmodell, bei dem vor etwa zehn Jahren Tausende von Menschen ins Visier genommen wurden. Es versprach eine Premium-Version von WhatsApp mit besonderen Funktionen, die Prominenten und hochrangigen Nutzern vorbehalten waren. In Wirklichkeit enthielt der Download jedoch eine gefälschte App oder Malware wie Viren, Ransomware oder Infostealer.
Verschiedene Varianten tauchen immer wieder auf. Manche leiten Dich auf gefälschte Websites weiter, auf denen Du aufgefordert wirst, zu zahlen oder Deine Kontodaten preiszugeben, um das Upgrade zu erhalten.
Gewinnspiel- oder Preisbetrug
Das Anlocken mit Gratisangeboten, Rabatten oder Gewinnspielen ist ein altbekannter Trick. Bei dieser Masche erhältst Du eine Nachricht, in der Dir mitgeteilt wird, dass Du der glückliche Gewinner einer zufälligen Verlosung oder Lotterie bist.
Um den Gewinn einzulösen, musst Du angeblich eine Identitätsprüfung durchführen, eine geringe Gebühr zahlen oder eine andere Aufgabe erledigen. Um das Ganze glaubwürdiger zu machen, geben Dir die Betrüger möglicherweise aufwendigere Aufgaben, die den Anschein erwecken, als würdest Du Dir den Gewinn „verdienen“, wie das Ausfüllen einer vollständigen Umfrage, das Einrichten eines Kontos oder die Installation einer gefälschten Gewinn-App.
Vorschussbetrug
Die häufigste Variante ist, dass sich jemand auf Marktplatz-Websites oder in WhatsApp-Kauf-/Verkaufsgruppen als Online-Verkäufer ausgibt. Die gefälschten Angebote reichen von Immobilienvermietungen und -verkäufen bis hin zu Investitionsmöglichkeiten, Dienstleistungen oder Sammlerstücken.
Sobald die Betrüger einen Käufer gefunden haben, nutzen sie WhatsApp, um eine Vertrauensbasis aufzubauen, Dringlichkeit zu erzeugen und den Deal abzuschließen. Eine gängige Taktik ist, zu behaupten, es gäbe viele Interessenten, und eine „Anzahlung“ zu verlangen, um den Artikel zu reservieren. Eine andere Taktik ist, zu behaupten, der Käufer müsse nicht im Voraus bezahlen, wenn er die Versand-, Zoll- oder Bearbeitungsgebühren übernehme.
Manchmal erfinden betrügerische Verkäufer auch ausgeklügelte Geschichten, warum sie sich nicht treffen können oder warum sie Vorauszahlungen benötigen. Sobald sie eine erste Zahlung erhalten haben, verschwinden sie unter Umständen oder eskalieren ihre Forderungen. Dabei verlassen sie sich auf den „Sunk-Cost-Irrtum“, um Dich dazu zu bringen, noch mehr zu zahlen.
Betrug im Kundensupport

Betrüger können sich auch als Mitarbeiter des Kundensupports ausgeben und Live-Hilfe anbieten. Sie geben vor, für WhatsApp oder einen anderen Meta-Dienst wie Facebook oder Instagram zu arbeiten, und behaupten, es gäbe ein Problem mit dem Konto der Person.
Um so sachkundig wie echte Mitarbeiter zu wirken, suchen sie sich möglicherweise öffentlich zugängliche Informationen aus Deinem Profil heraus. Oft wenden sie auch Angstmacherei an, indem sie beispielsweise warnen, dass Du den Zugriff auf Dein Konto verlierst. Besonders gefährdet sind Geschäftskunden, da der Verlust des Kontozugriffs verpasste Geschäftsmöglichkeiten bedeuten kann.
Sobald sie Dich davon überzeugt haben, dass sie echt sind, bitten sie Dich möglicherweise, Deine Anmeldedaten preiszugeben, Deinen Bildschirm freizugeben oder Verifizierungsschritte durchzuführen.
So erkennst Du einen WhatsApp-Betrug
Sei bei unerwarteten oder verdächtigen Nachrichten vorsichtig, insbesondere wenn sie eines der folgenden Merkmale aufweisen:
- Unbekannte Telefonnummern: Sei besonders vorsichtig bei unerwarteten Nachrichten von Fremden, unbekannten Nummern oder überraschenden Ländervorwahlen.
- Finanzielle Forderungen: Überweise kein Geld und leiste keine Zahlungen an WhatsApp-Kontakte, es sei denn, Du weißt, dass Du ihnen vertrauen kannst.
- Dringende Forderungen: Handle nicht gegen Deine Überzeugung, auch wenn jemand die Situation immer weiter eskalieren lässt oder versteckte Drohungen ausspricht.
- Rechtschreib- und Grammatikfehler: Überprüfe „offizielle“ Nachrichten sorgfältig. Neben Tippfehlern verwenden Betrüger möglicherweise leicht veränderte URLs, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, die echt aussehen sollen.
- Allgemeine Begrüßungen oder Antworten: Achte auf Nachrichten, die unecht, vage, von einer KI generiert oder aus einem Skript stammen, da dies ein häufiges Anzeichen für Betrugsversuche ist.
- Nicht verifizierte Unternehmen: Sei vorsichtig bei Nachrichten von Organisationen ohne Business-Konto, besonders wenn sie nicht über einen ihrer üblichen Kommunikationskanäle mit Dir in Kontakt treten.
- Verdächtige Links und Anhänge: Öffne keine Links und lade keine Dateien von nicht vertrauenswürdigen Kontakten herunter. Beachte alle Warnungen Deines Geräts, Browsers oder Deiner Sicherheitssoftware. Prüfe, ob eine Website sicher ist, bevor Du Dich anmeldest, Informationen weitergibst oder Einkäufe tätigst.
- Unrealistische Angebote: Falle nicht auf Angebote herein, die übermäßig großzügig erscheinen und aus einer nicht verifizierten Quelle stammen.
- Seltsame Anfragen: Führe keine Verifizierung durch, leite keine Nachrichten weiter, teile keine Informationen, übergib kein Konto und wechsle keine Plattform, es sei denn, es gibt einen triftigen Grund dafür und Du vertraust dem Kontakt.
- Temporäre Nachrichten: Sei wachsam, wenn jemand ohne Deine Zustimmung Funktionen für verschwindende Nachrichten nutzt, denn er könnte sie verwenden, um Beweise zu verbergen oder das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken.
So schützt Du Dich vor WhatsApp-Betrug

WhatsApp bietet bereits einige integrierte Schutzmaßnahmen, wie private Profile, automatische Spam-Erkennung und Warnungen bei verdächtigen Aktivitäten. Dennoch gibt es zusätzliche Einstellungen und Verhaltensweisen, mit denen Du Dich noch besser vor Betrug schützen kannst:
- Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): So verhinderst Du, dass Betrüger Dein Konto hacken oder Deine Nummer auf unbekannte Geräte übertragen. Dazu musst Du einen Code anfordern.
- Passe Deine Datenschutzeinstellungen an: Minimiere Dein Risiko, indem Du unbekannte Anrufer blockierst, andere daran hinderst, Dich zu Gruppen hinzuzufügen, und einschränkst, wer Deine Profilinformationen sehen kann.
- Verwalte Deine Gruppen: Deaktiviere die Möglichkeit für Nicht-Admins, Personen zu Deinen Gruppen hinzuzufügen, und verlasse Gruppen, die Du nicht mehr nutzt.
- Aktualisiere alles: Halte Deine WhatsApp-App, Deine Geräte, Deinen Browser und Deine Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand. Denn Hacker nutzen oft Schwachstellen in veralteten Systemen aus.
- Überprüfe verknüpfte Geräte: Schau nach, welche Geräte Du mit Deinem Konto verknüpft hast, und melde Dich von allen ab, die Dir nicht bekannt sind oder die Du nicht mehr nutzt.
- Deaktiviere automatische Medien-Downloads: So vermeidest Du, versehentlich schädliche Dateien aus verdächtigen Chats herunterzuladen.
- Verwende Benutzernamen nicht mehrfach: Wenn Du ein WhatsApp-Konto mit einem Benutzernamen statt einer Telefonnummer erstellst, wähle einen einzigartigen Namen, damit Betrüger ihn nicht zu Deinen anderen Konten zurückverfolgen können.
Auf WhatsApp betrogen? Das solltest Du als Nächstes tun
Wenn Du glaubst, auf einen WhatsApp-Betrug hereingefallen zu sein, kannst Du immer noch etwas unternehmen. Die richtigen Schritte können echten Schaden verhindern, eine Eskalation des Betrugs stoppen oder den Schaden begrenzen:
- Beende die Unterhaltung: Beende sofort den Kontakt mit dem Betrüger und führe keine weiteren Aktionen aus, die Du auf dessen Aufforderung hin begonnen hast, wie das Herunterladen von Dateien oder das Ausfüllen von Formularen.
- Blockieren und melden: Verhindere, dass der Betrüger Dich über dieselbe Nummer erneut kontaktiert. Wenn Du jemanden meldest, erhält WhatsApp die letzten fünf Nachrichten aus Deinem Chat sowie die Nutzer- oder Gruppen-ID. Das kann dabei helfen, Betrüger schneller zu identifizieren und Ermittlungen einzuleiten.
- WhatsApp-Konto sichern: Überprüfe Deine Kontoaktivitäten, melde Dich auf allen Geräten ab und aktiviere die 2FA, wenn Du den Verdacht hast, dass jemand auf Dein Konto zugegriffen hat. Mach dasselbe für alle anderen Konten, die möglicherweise ebenfalls im Visier der Betrüger waren.
- Informiere Deine Kontakte: Überprüfe Deine Chats auf Nachrichten, die in Deinem Namen gesendet wurden, und warne Deine Kontakte, damit sie wachsam sind.
- Führe einen Virenscan durch: Scanne Dein Gerät auf Malware, falls Du Dateien heruntergeladen oder Medien geteilt hast.
- Wende Dich an Deine Bank: Wenn Du Zahlungen getätigt hast, wende Dich an die Betrugsabteilung Deiner Bank. Je nach Zahlungsmethode und Zeitpunkt kannst Du die Zahlung möglicherweise sperren lassen oder Dein Geld zurückerhalten.
Schütze Deine Chats und Daten vor WhatsApp-Betrug
Alle WhatsApp-Betrugsmaschen basieren auf Täuschung, um Dich zu unüberlegten Handlungen zu verleiten. Beispielsweise könnte jemand so tun, als sei er ein Familienmitglied, das Hilfe braucht, weil sein Auto eine Panne hat. Es könnte sich auch um einen gefälschten Personalvermittler handeln, der Dich mit einem Jobangebot kontaktiert, oder um Werbung für ein Schneeballsystem. Wenn Du Dir einen Moment Zeit nimmst, um unerwartete Anfragen zu überprüfen, kannst Du vermeiden, das nächste Opfer zu werden.
Gute Cybersicherheitsgewohnheiten sind Deine beste Verteidigung. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung, halte WhatsApp auf dem neuesten Stand und sei vorsichtig, wenn Du verdächtige Nachrichten erhältst. Für noch mehr Schutz solltest Du diese Gewohnheiten mit einem vertrauenswürdigen VPN wie CyberGhost VPN kombinieren. Zwar kann auch CyberGhost VPN Betrüger nicht davon abhalten, Dich zu kontaktieren, doch es nutzt erstklassige Verschlüsselung, um Deinen Internetverkehr zu verschlüsseln. Das hilft, Deine Privatsphäre zu schützen, und ist ein wichtiger Teil eines mehrschichtigen Ansatzes für Deine Sicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die häufigsten WhatsApp-Betrugsmaschen?
Am weitesten verbreitet ist Identitätsbetrug. Dabei geben sich Betrüger als Freunde oder Familienmitglieder in Not, potenzielle Arbeitgeber, Kundendienstmitarbeiter oder andere Personen, denen Du normalerweise vertrauen würdest, aus. Im Rahmen anderer Betrugsmaschen fälschen sie auch ihre Identität, um glaubwürdiger zu wirken. Versuche deshalb immer zu überprüfen, mit wem Du sprichst, insbesondere, wenn die Person behauptet, jemand zu sein, den Du kennst, Dir aber von einer Dir unbekannten Nummer aus schreibt.
Ist es sicher, Deine WhatsApp-Nummer an Fremde weiterzugeben?
Nein, denn das könnte zu Verifizierungsbetrug führen. Dabei sendet ein Angreifer einen Code an Dein Gerät und versucht, Dich davon zu überzeugen, ihn preiszugeben. Grundsätzlich kann ein Betrüger Deine Nummer nicht nutzen, um Dein WhatsApp-Konto zu hacken, es sei denn, er bringt Dich dazu, eines seiner Geräte zu verifizieren. Er kann sie aber nutzen, um Dich mit anderen Betrugsmaschen anzusprechen oder sie an Fremde weiterzugeben, die sie missbrauchen könnten.
Kann mich jemand über WhatsApp hacken?
Nein, ein Betrüger kann Deine WhatsApp-App, Dein Handy oder Deinen Browser nicht einfach durch das Versenden von Nachrichten hacken. Wenn er Dich jedoch mit Phishing oder gefälschten Download-Links hereinlegt, kann er sich Zugang zu Deinen Konten verschaffen oder Malware auf Deinem Gerät installieren. Beispielsweise könnte er Dir zu einem Gewinn gratulieren und einen Link anhängen, über den Du den Gewinn einlösen kannst. Der Link sieht aus, als würde er zu einer beliebten Website führen, ist in Wirklichkeit aber eine gefälschte Imitationsseite, die dazu dient, Passwörter abzugreifen.
Wie melde ich einen Betrüger bei WhatsApp?
Gehe in einen aktiven WhatsApp-Chat, tippe auf das Drei-Punkte-Menü in der oberen rechten Ecke und wähle im Dropdown-Menü die Option „Mehr“ aus. Tippe dann auf „Blockieren“. Tu das sofort, wenn Du glaubst, dass Du Opfer eines Betrugs geworden bist, um weitere Nachrichten von dieser Nummer zu unterbinden. Es lohnt sich auch, Betrüger bei WhatsApp zu melden, Dein Konto zu sichern und je nach Art des Betrugs weitere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.
Ist es sicher, auf Links zu klicken, die über WhatsApp gesendet werden?
Nur, wenn Du dem Absender vertraust und der Link so aussieht, als würde er zu einer seriösen Website führen. Denn Betrüger nutzen Links oft, um Dich auf Phishing-Seiten, Malware-Downloads oder andere Betrugsmaschen zu leiten. Sei besonders vorsichtig, wenn Du Anzeichen für betrügerisches Verhalten bemerkst. Selbst wenn die Nachricht von einem bekannten Kontakt stammt, könnte dessen Konto oder Nummer gehackt worden sein.
Was soll ich tun, wenn ich bereits Informationen an einen Betrüger weitergegeben habe?
Zunächst solltest Du den Betrüger blockieren und ihn bei WhatsApp melden. Wenn Du Kontoinformationen weitergegeben hast, melde Dich in Deinem Profil an und überprüfe den Anmeldeverlauf. So kannst Du feststellen, ob jemand von einem anderen Gerät aus darauf zugegriffen hat. Erstelle anschließend ein neues Passwort, melde Dich auf allen Geräten ab und aktiviere die 2FA, um weitere unbefugte Aktivitäten zu verhindern. Wenn Du Finanzdaten weitergegeben hast, wende Dich an die Betrugsabteilung Deiner Bank und befolge deren Anweisungen.
Warum nutzen Betrüger WhatsApp?
Betrüger nutzen WhatsApp aufgrund der großen Nutzerbasis, der einfachen Kommunikation und der Funktionen zum Versenden von Massennachrichten. Selbst die integrierten Sicherheitsfunktionen wie die End-to-End-Chat-Verschlüsselung und die Funktion „Verschwindende Nachrichten“ können sie missbrauchen, um nicht erwischt zu werden. Allerdings sind die meisten WhatsApp-Betrugsmaschen nicht auf die App beschränkt, sondern tauchen auch auf verschiedenen Social-Media- und Messaging-Plattformen auf.
Kommentieren